Paul-Martini-Schule
Schule für Kranke
der Bundesstadt Bonn

Kaiser-Karl-Ring 40a
53111 Bonn
Tel.: +49 (0)228-96779410
Fax: +49(0)228-670396

Das Leitbild der Paul-Martini-Schule

Paul-Martini-Schule: Haus des Lernens

Grundhaltung

Achtsamkeit, Wertschätzung und Ermutigung sind die fundamentalen Grundhaltungen für alle Formen der Begegnung, des Lernens und Arbeitens in der Paul- Martini- Schule sowie für die Organisation von Räumen, Abläufen und den  Umgang mit kooperierenden Einrichtungen. Sie sind Voraussetzungen für die erfolgreiche Arbeit der Schule, Basis für Reflexion und Evaluation und erlebbar als täglich zu realisierende Anforderung und Herausforderung für alle am Schulleben Beteiligten.

Schule als vertraute Alltagserfahrung

Die Paul-Martini-Schule lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, täglich für eine festgelegte Zeit ihren „Beruf“ wahrzunehmen. Das Setting ist durch seine äußere Gestaltung, die handelnden Personen sowie die Interaktionsangebote und Verhaltenserwartungen eindeutig als Schule definiert. Es hebt sich deutlich ab von der klinischen Umgebung, in der Krankheit, therapeutische Erfordernisse und Klinikabläufe im Vordergrund stehen.

Aus Lernen Kraft schöpfen

Den Zwischenraum zwischen Krankheit und Gesundung gestaltet die Paul-Martini-Schule mit Bedacht und Empathie so, dass Kinder und Jugendliche in schweren Lebenskrisen ermutigt werden, ihr eigenes Lernen als Kraftquelle zu nutzen.
Positive Lernerlebnisse und -ergebnisse werden zu individuell spürbaren „Ich- kann- Erfahrungen“ und unterstützen Genesungswillen und Heilungsprozess.

Mit Lernen Zukunft bereiten

Der erste Schritt einer Schülerin oder eines Schülers hinein in die Paul-Martini-Schule ist der erste Schritt hinaus auf dem Weg zu einer erfolgreichen Fortsetzung ihrer oder seiner Schullaufbahn.
Die Paul-Martini-Schule macht Prozesse der Selbstreflexion, die durch Krankheit, Klinikaufenthalt und den vorübergehenden Besuch der Paul-Martini-Schule bei Schülerinnen und Schülern ausgelöst werden, für individuelle Neudefinitionen hinsichtlich schulischen Lernens fruchtbar, ermöglicht  die Erprobung von Lern- und Verhaltensstrategien und unterstützt die Erarbeitung erster belastbarer Schritte hin zu tragfähigen Perspektiven.

Lernende Schule

Das Kollegium betrachtet die systematische Schulentwicklung als gemeinsame Aufgabe und Herausforderung; Qualitätsentwicklung und Evaluation sind feste Bestandteile der Arbeit. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der beruflichen Kompetenzen aller Lehrkräfte, die Steigerung der Qualität fachlicher Kooperation innerhalb des Kollegiums und innerhalb der verschiedenen Schulabteilungen sowie mit den MitarbeiterInnen der Kliniken und die Fortentwicklung sinnvoller Formen des demokratischen Miteinanders kennzeichnen die Paul-Martini-Schule als ein in lernender Bewegung befindliches System.

Gute Schule - Gesunde Schule

Als Schule für Kranke versteht die Paul-Martini-Schule „Gesundheit“ als ihr besonderes Anliegen. Ziel ist es, durch eine gute Qualität des Lernens, des Unterrichtens, der Lernumgebung und der Schulprozesse für alle Beteiligten förderliche Lern- und Arbeitsergebnisse zu erreichen und so das Wohlbefinden und die Gesundheit der Lehrenden und Lernenden zu stärken. Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus sind alle Prozesse der Schul- und Qualitätsentwicklung durchdrungen von dem Bestreben, einen hohen Standard wirksamer Verfahren zur Prävention und Gesundheitsförderung zu realisieren, auszubauen und nachhaltig zu sichern.

Expertise für schulisches Lernen bei Krankheit

Die Arbeit der Paul-Martini-Schule ermöglicht schulisches Lernen im Sinne einer Pädagogik bei Krankheit und basiert auf profunder Fachkenntnis bezüglich geeigneter pädagogischer Verfahren, Zugehensweisen und Schwerpunktsetzungen. Zur Sicherung, Schärfung und Weiterentwicklung ihres fachlichen Profils sucht die Paul-Martini-Schule  den regelmäßigen Diskurs mit anderen Schulen für Kranke, reflektiert die Ergebnisse aktueller relevanter (schul-)pädagogischer Forschung und steht im Austausch mit VertreterInnen der Nachbardisziplinen Medizin, Psychologie und Sozialpädagogik.
Die Paul-Martini-Schule sieht sich in der Verantwortung, beratend ihre Fachkompetenz auch da anzubieten, wo Schülerinnen und Schüler, die sich zur Zeit nicht in einer Klinik befinden, unter der Bedingung von Krankheit in allgemeinen Schulen lernen. Sie trägt so dazu bei, im Rahmen der aktuellen Realisierungsversuche inklusiver Beschulung auch die Förderbedürfnisse kranker Schülerinnen und Schüler in den Focus zu nehmen.   
Als Beitrag zum Prozess der Entwicklung guter Schulen lädt die Paul-Martini-Schule zu Hospitationen und fachlichem Dialog ein und bringt ihre Expertise in Foren regionalen, landes- und bundesweiten schulfachlichen Austauschs ein.